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FAQ - Frequently Asked Questions

Lesen Sie hier häufig gestellte Fragen und unsere Antworten zu Inhalt und Handhabung des IMDS - unterteilt in verschiedene Kategorien. Um eine Kategorie komplett oder die Antwort auf eine Frage sehen zu können, klicken Sie bitte doppelt auf Kategorie und/oder Frage.


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Warum wurden die Anwendungs-Codes für PAH geändert? ***NEU***

Gibt es eine genauere Anweisung, wie Anwendungscodes gewählt werden sollen?

Warum haben Joker den Zusatz "nicht zu deklarieren"?

Was bedeutet "vertraulicher Reinstoff"?

Gibt es zusätzliche Informationen zu den Regeln und der Handhabung der Werkstoffkennzeichnung?

Warum besteht die Verpflichtung für Rezyklatinformationen für Materialdatenblätter?

Gibt es weiterführende Informationen bezüglich der Anforderungen einer Standard Material Nummer gemäß Recommendation IMDS001?

Wie kann das Analyse-Gewicht anders als das berechnete Gewicht sein?

Was bedeutet "gewichteter Mittelwert" im IMDS?

Gibt es eine bessere Erklärung für die erlaubten Mengenbereiche in der Richtlinie 001?

Was ist das "Spezifische Gewicht", und wie sollte es eingetragen werden?

 

 

  Warum wurden die Anwendungs-Codes für PAH geändert?

Für die folgenden 8 PAH wurden aufgrund der Überarbeitung von REACH Anhang XVII neue Beschränkungen eingeführt. Daher wurden für diese 8 PAH neue Anwendungs-Codes eingeführt.

  • 205-99-2 Benz(e)acephenanthrylen
  • 56-55-3 Benz[a]anthracen
  • 50-32-8 Benzo(a)pyren
  • 192-97-2 Benzo(e)pyren
  • 205-82-3 Benzo[j]fluoranthen
  • 207-08-9 Benzo[k]fluoranthen
  • 218-01-9 Chrysen
  • 53-70-3 Dibenz[a,h]anthracen

Die zwei neuen Anwendungs-Codes “Repetitive skin contact (required according to REACH 1907/2006 EC Annex XVII Entry 50)” und “Not applicable (no repetitive skin contact)” müssen anstelle der der oben genannten 8 PAH verwendet werden. Die oben genannten Anwendungs-Codes sind nicht mehr verfügbar.

Für die genannten 8 PAHs und deren Verwendung in Reifen sind ebenso nur noch die neuen zwei  Anwendungs-Codes auswählbar. 

Die Anwendungs-Codes "Not Applicable" und "PAH in lubricating oil” sind als "versteckt" gekennzeichnet. Sie können für neu erstellte MDB nicht mehr ausgewählt werden. Andere PAH Anwendungs-Codes können für andere als die genannten PAH weiterhin verwendet werden.

 

  Gibt es eine genauere Anweisung, wie Anwendungscodes gewählt
       werden sollen?

Anwendungscodes kommen durch gesetzliche Anforderungen zu bestimmten Reinstoffen bzw. Reinstoffgruppen. Der Anwendungscode zeigt an, wie der Werkstoff im Teil genutzt wird. Auch wenn es erscheint, als wäre der Anwendungscode vom Werkstoff abhängig, ist eine Angabe erst möglich, wenn der Werkstoff referenziert wird.

Folgende Datei gibt einen Überblick darüber, welche Anwendungscodes in welchen Fällen erlaubt sind: Excel-Datei (aktualisiert Juli 2021).

Hier finden Sie außerdem ein Dokument des IMDS Steering Committee zu den Änderungen im Anhang II und den Anwendungs-Codes in englischer Sprache (Stand: Juni 2016).

 

  Warum haben Joker den Zusatz "nicht zu deklarieren"?

Joker können als hochvertrauliche Reinstoffe genutzt werden. Es ist jedoch verboten, deklarationspflichtige oder gar verbotene Reinstoffe damit zu ersetzen. Der Zusatz "nicht zu deklarieren" soll den Anwender daran erinnern.

Da die GADSL sich jederzeit ändern kann und daher Werkstoffe mit Jokern überprüft werden müssten, wird empfohlen, statt Jokern vertrauliche Reinstoffe zu verwenden. Vertrauliche Reinstoffe, die nachträglich deklarationspflichtig wurden, können Sie mit dem IMDS-System leicht ausfindig machen.

 

  Was bedeutet "vertraulicher Reinstoff"?

Werkstoffe müssen in ihrem Endzustand deklariert werden. Wird zum Beispiel ein Polymer eingesetzt wie ABS, ist es nicht notwendig, die Inhaltsstoffe anzugeben, die zum Polymerisieren eingesetzt werden. Sie verwenden einen ABS Pseudo-Reinstoff aus dem IMDS. Ähnlich verhält es sich mit Farben und Klebstoffen: nur das “ausgehärtete” Produkt muss deklariert werden. Dennoch müssen alle Zusätze angegeben werden wie z.B. Pigmente, Flammhemmer oder Füllstoffe. In der Reinstoff-Suche können Sie eine Reinstoffgruppe auswählen, um Reinstoffe dieser Gruppe angezeigt zu bekommen. Der Einsatz sog. Pseudo-Reinstoffe (an den Stellen, an denen dies möglich ist), kann Ihnen die Sorge nehmen, Rezepte und Zusammensetzungen preiszugeben.

Zu den vertraulichen Reinstoffen: von technischer Seite können Sie einen Joker/Wildcard als Ersatz für höchst vertrauliche Reinstoffe verwenden. Allerdings können Sie dies nicht, wenn ein Reinstoff deklarationspflichtig oder verboten ist (nach GADSL), Anwendungs-Code-relevant, auf einer der Renault-Listen oder ein SVHC auf der REACH-Kandidaten-Liste. Wenn sich eine dieser Listen ändert, müssen jedes Mal alle Einträge mit Joker/Wildcard auf das Vorhandensein solcher Reinstoffe überprüft werden, und bestätigt, dass der verwendete Joker/Wildcard keinen Reinstoff ersetzt, der jetzt auf einer der genannten Listen erscheint. Das ist sehr aufwändig.

OEM würden es bevorzugen, wenn Sie anstelle des Einsatzes von Joker/Wildcard-Reinstoffen die Funktion der “Vertraulich-Markierung” benutzen. Die meisten Reinstoffe  – die also nicht deklarationspflichtig oder verboten sind (nach GADSL), nicht Anwendungs-Code-relevant, nicht auf einer der Renault-Listen oder kein SVHC auf der REACH-Kandidaten-Liste – haben ein Kästchen neben dem „vertraulich“ , wenn sie zu den Inhaltsstoffen hinzugefügt werden. Wenn dieses Häkchen gesetzt wird, können nur “Anwender mit Vertrauen” (können durch den Firmenadministrator ausgewählt werden) diese Reinstoffe im Produktstrukturbaum sehen. Alle anderen Anwender sehen nur einen Eintrag “Vertrauliche Reinstoffe”. Das betrifft sowohl Anwender in Ihrem eigenen Unternehmen als auch OEMs – Anwender beim OEM oder in deren Offline-System sehen den tatsächlichen Reinstoff nicht. Alles, was darüber bekannt ist, ist, dass dieser Reinstoff, da er vertraulich markiert ist, nicht deklarationspflichtig oder verboten ist (nach GADSL), nicht Anwendungs-Code-relevant, nicht auf einer der Renault-Listen oder kein SVHC auf der REACH-Kandidaten-Liste.

Sollte sich der Status eines Reinstoffes ändern, wenn es z.B. zu einer der Listen hinzugefügt wird, wird der Firmenadministrator der Werkstoff-erstellenden Firma sowie Anwender, die in ihren E-Mail-Einstellungen die Benachrichtigungen in diesen Fällen abonniert haben, eine entsprechende E-Mail erhalten. Diese Nachricht hat zum Inhalt, dass eine erneute Deklaration des MDB notwendig ist, da der Reinstoff nicht mehr als vertraulich gekennzeichnet werden darf.

Sie können bis zu 10% der Reinstoffe in einem Werkstoff als “vertraulich” markieren, ohne dass eine Warnung im IMDS ausgegeben wird.

 

  Gibt es zusätzliche Informationen zu den Regeln und der
       Handhabung der Werkstoffkennzeichnung?

Informationen dazu finden Sie in diesem Dokument.

 

  Warum besteht die Verpflichtung für Rezyklatinformationen für
       Materialdatenblätter?

Mit Release 3.0 (aktiv seit 24. Mai 2005) wurde im IMDS der Rezyklat-Tab direkt zum Werkstoff verlinkt, falls eine der folgenden Klassifizierungen zutrifft: 1.1 bis 5.5.2 und 6.2. Für die Klassifizierungen 7.1 und 7.2 wurde dies am 4. Mai 2011 umgesetzt. Der voreingestellte Wert auf die Rezyklatfrage ist ‘Nein’ – dies wird automatisch ausgewählt, falls einer der entsprechenden Werkstoffe mit diesen Klassifizierungen zu einem Teil zugeordnet wurde – für Teile, die vor diesen Daten erstellt wurden, muss die Rezyklatfrage nicht beantwortet werden, insofern IMDS keine Fehlermeldung erzeugt.

 

  Gibt es weiterführende Informationen bezüglich Anforderungen
       einer Standard Material Nummer gemäß Recommendation IMDS001?

Das Feld zur Eingabe von Standard Material Nummern ist nur für Werkstoffe der Klassifikationen 1.x bis 4.x vorhanden. Mit dieser Nummer können Metalle genau identifiziert werden.

Nicht alle Werkstoffe der Klassifikationen 1.x bis 4.x, die einer Norm entsprechen, haben eine Standard Material Nummer. Das Fehlen dieses Werts ist kein Ablehnungsgrund, daher wird weder eine Warnung noch ein Fehler im IMDS angezeigt.

 

  Wie kann das Analyse-Gewicht anders als das berechnete
       Gewicht sein?

Wenn Toleranzen nicht erlaubt wären, wären errechnetes und Analyse-Gewicht immer gleich. Da Toleranzen aber erlaubt sind, gibt es manchmal Unterschiede.

In der Prüffunktion für die Freigabe eines MDB vergleicht das System das “Gemessene Gewicht” des obersten Knotens mit der “Summe der gemessenen Gewichte” der Unterknoten (berechnetes Gewicht).

Dagegen prüft die Analyse-Funktion die gemessenen Gewichte der gesamten Baumstruktur.

Für weitergehende Informationen lesen Sie auch bitte die Dokumente Wie man einen Reinstoff sucht (in englisch) oder Wie finde ich heraus, wo ich ein bestimmtes MDB benutzt habe, und wie kann ich ein MDB am besten analysieren? (in englisch).

 

  Was bedeutet "gewichteter Mittelwert" im IMDS?

Wenn die Summe der einzelnen Mittelwerte von Knoten in einem Unterbaum ungleich 100% ist, ist eine Korrektur dieser Mittelwerte notwendig. Hierbei werden die Intervallbereiche als Gewichtungsfaktoren verwendet. Große Intervalle werden dadurch stärker korrigiert als kleine Intervalle.

Hier ein Beispiel (ein MDB, das aus 2 Werkstoffen mit Schwankungsbreiten besteht):

Die Berechnung der Mittelwerte erfolgt in den meisten Fällen nach der Formel
"(min + max) / 2" (arithmetisches Mittel).

Es gibt aber Ausnahmefälle, nämlich genau dann, wenn die Summe aller arithmetischen Mittelwerte plus Fixwerte größer oder kleiner als 100% ist.

Im Beispiel gibt es unter dem Top-Knoten zwei Werkstoffe:

A: 30 - 51% (arithmetisches Mittel: 40,5)
B: 49 - 60% (arithmetisches Mittel: 54,5)

Es gibt keine weiteren Knoten auf dieser Ebene und keinen Rest.

Die Summe der arithmetischen Mittelwerte beträgt 95%. Es ist also eine Korrektur dieser Mittelwerte notwendig, um auf 100% zu kommen. Hierbei werden die Intervallbereiche als Gewichtungsfaktoren verwendet. Große Intervalle werden dadurch stärker korrigiert als kleine Intervalle.

Für die Aufteilung der fehlenden 5% braucht man noch die Summe aller Intervalle:

21% + 11% = 32%

Korrekturwert für A: 5% / 32% x 21% = 3,28125%
Korrekturwert für B: 5% / 32% x 11% = 1,71875%

Somit ergeben sich folgende gewichteten Mittelwerte:

A: 40,5 + 3,28125 = 43,78125%
B: 54,5 + 1,71875 = 56,21875%

Es ist auch möglich, dass die Summe aller Reinstoffe in einem Fall 99.99999% beträgt und in einem anderen Fall 100.000001%. Diese Unterschiede zu 100% sind das Ergebnis von Rundungsdifferenzen bei vielen Knoten und vielen Korrekturwerten.

 

  Gibt es eine bessere Erklärung für die erlaubten Mengenbereiche
       in der Richtlinie 001?

Um die Mengenbereiche festzulegen und keine Warnung zu bekommen:

  1. Notieren Sie sich die Werkstoff Klassifizierung.
  2. Nutzen Sie die Klassifizierung, um die richtige Tabelle zu finden.
  3. Notieren Sie die untere Grenze.
  4. Wählen Sie die korrekte Zeile in der Tabelle und achten Sie besonders auf die Endpunkte. Wenn Sie an der Grenze sind, wählen Sie die höhere Zeile in der Tabelle.
  5. Suchen Sie den dazugehören M Wert.
  6. Addieren Sie M auf die untere Grenze, um den höchsten Höchstwert zu erhalten, der keine Warnung generiert.
Bitte bedenken Sie, dass das IMDS Ihnen erlaubt, Datenblätter mit einer Warnung zu versenden. Ihr Kunde jedoch entscheidet, ob er ein MDB mit einer Warnung akzeptiert oder nicht.

 

  Was ist das "Spezifische Gewicht", und wie sollte es
       eingetragen werden?

Informationen dazu finden Sie in diesem Dokument.

FAQ(よくあるご質問集) - その他

  

Download_UserManual

Hier finden Sie das aktuelle IMDS-Benutzerhandbuch.

Hier können Sie das Benutzerhandbuch in tschechischer Sprache herunterladen.

ELV and Annex

Wo findet man die EU-Altauto-Richtlinie 2000/53/EG und den aktuellsten Anhang II?

Hier können Sie die EU Altauto-Richtlinie 2000/53/EC herunterladen und die aktuellste Version des Anhangs II (Version: 2019).

Hier finden Sie ein IMDS Steering Committee-Dokument zu den Änderungen der Anwendungs-Codes zu Ihrer Unterstützung.